Stoffwechselprogramm – Erfahrungsbericht mit Patient Mate


Stell’ Dich bitte einmal kurz vor!

Ich bin Mate, 36 Jahre alt und habe neben dem CrossFit noch das Wellenreiten, Kochen und meine kleine und junge Familie als Hobby. 😉 Momentan arbeite ich als Abteilungsleiter eines technischen Teams hauptsächlich in Gelsenkirchen. Damit ist eine entsprechende Pendelei von ca. 45-50 Minuten je Strecke und Tag verbunden.

Unter welchen Beschwerden/Vorerkrankungen leidest Du? 

Durch einen juvenilen Morbus Scheuermann (eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, die in der Jugend akut ist und dann zum Stillstand kommt, jedoch weiterhin Beschwerden verursachen kann) litt ich unter Schmerzen und Verspannungen in der Brustwirbelsäule. Diese habe ich Dank CrossFit wieder gut im Griff. Jedes Frühjahr plagt mich der Heuschnupfen, sobald Hasel und Birke blühen. Die Symptome sind oft für ein paar Wochen richtig heftig und meine Frau Carla erfreut sich in dieser Zeit über meine launische Art. Auch leide ich häufig unter geschwollenen Mandeln. Außerdem plagten mich Müdigkeitserscheinungen, so dass ich auf meinen Rückfahrten aus Gelsenkirchen häufig gezwungen war eine Pause einzulegen.

Warum gesund & aktiv bei Esti?

Ehrlich gesagt habe ich mich mit gesund + aktiv im Vorfeld gar nicht so sehr auseinander gesetzt. Ich habe nur gesehen, wie gut das Ganze bei unserem CrossFit-Coach Felix funktioniert hat. Er ist auch gerade Vater geworden und hatte ebenfalls etwas an Gewicht zugelegt. Bei mir ging es auf der Waage im Monatstakt um 0,5-1kg nach oben. Da musste ich etwas dran ändern. Darüber hinaus ist Esti  für mich eine Überzeugungstäterin und authentisch. Daher lag es nahe das Ganze mit Ihr zusammen anzugehen. 

Was hat Dich motiviert die Kur durchzuziehen? 

Was mich zusätzlich zur Gewichtsreduktion motiviert hat, waren das Labor mit den Blutwerten. Die dort ersichtlich kritischen Werte habe ich sehr ernst genommen und wollte da in jedem Fall gegensteuern. Das Programm war für mich dann ein holistischer Ansatz alles wieder in Balance zu bringen. Die Motivation und der daraus resultierende Wille war in jedem Fall wichtig um die Kur durchzuziehen. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass meine Frau Carla das Stoffwechselprogramm mit mir zusammen gemacht hat. Das hat den Alltag (Einkaufen & Kochen) in jedem Fall sehr vereinfacht. Wir hatten zu 80% dieselben Lebensmittel, sodass es gut vereinbar war.

Was war schwer für Dich?

Ich habe die Kur mit einer Art Soft-Start initiiert. Zwei Wochen bevor es richtig losging, habe ich mich bereits versucht wie im Plan zu ernähren um für mich herauszufinden, wie ich das im Alltag, insbesondere am Arbeitsplatz, umsetzen kann. Die zwei Fastentage am Anfang des Programms waren für mich tatsächlich sehr nervig, da mir die Gemüsesuppe mit Koksöl nicht so gut schmeckt. Da habe ich mich rückblickend echt angestellt. 

Was war einfach anders?

Als es dann in die 8 Wochen Phase ging, hat das Einkaufen am Anfang länger gedauert und auch die Entscheidung, was man wie kocht war mit Ausprobieren und Testen verbunden. Nach zwei Wochen waren wir aber routiniert und es lief. Auch das Abwiegen der Zutaten haben wir dann bleiben lassen, weil man es dann doch ganz gut abschätzen kann.

Was hat das Programm für Veränderungen gebracht?

Generell hat mir das Programm vor Augen geführt, wie oft ich tagsüber zwischendurch etwas esse oder „snacke“. Selbst wenn es “nur” ein Stück Obst war, habe ich für mich gelernt, dass dies nicht ideal ist. Hier musste ich mich wirklich disziplinieren. Allerdings habe ich für mich eine Lösung gesucht, um meinen Hunger an chaotischen Tagen mit ungeplanten Ablauf kurzfristig bis zur nächsten Mahlzeit zu stillen. Das war bei mir eine Möhre. Damit bin ich dann gut über die 8 Wochen gekommen und behalte es weiterhin bei. (Anmerkung von Esti: ein Stück Obst ist ebenfalls erlaubt, aber in Kombination mit einigen Nüssen vorab um den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten.) Das Experimentieren mit frischen Ziegen- und Schafmilchprodukten war weniger erfolgreich und ich war froh, dass ich weiterhin Kuhmilchquark konsumieren konnte. 

Wie stand es um Dein körperliches Wohlbefinden und Deine sportliche Leistung?

In der ersten Woche hat sich innerhalb weniger Tage mein Wohlbefinden sofort gebessert und auch die Kondition beim CrossFit war besser. Vor der Kur hatte ich nach den ersten 5 Minuten oft einen heftigen Leistungsabfall. Nach 2-3 Wochen ist allerdings etwas komisches passiert: ich war plötzlich sehr müde und hatte permanent Heißhunger. Ich musste mich richtig überwinden zu den WODs (CrossFit Workouts) zu gehen. Das war aber bereits in der darauffolgenden Woche überwunden. 

Welche Ergebnisse kannst Du verbuchen?

Was zum Ende der acht Wochen komplett verschwunden ist, war das Bedürfnis zwischendurch etwas in Form von Kohlenhydraten wie Brot oder ähnlichem zu mir zu nehmen.  Neben der verbesserten sportlichen Fitness treten die Müdigkeitserscheinungen, besonders auf den Rückfahrten, nicht mehr auf. Darüber hinaus hat sich mein Hautbild erheblich verbessert. Trockene und gerötete Stellen sind komplett verschwunden. Meine Konzentration und innere Ruhe hat sich ebenfalls gesteigert, was ich als sehr angenehm empfinde. Was ich insgeheim gehofft, jedoch nicht wirklich zu wagen geglaubt hatte, war die Linderung meines Heuschnupfens. Tatsächlich waren die Symptome in dieser Saison so schwach wie schon lange nicht mehr. Dadurch konnte ich meine Frau Carla vor meiner schlechten Laune bewahren. Die geschwollenen Mandeln sind ebenfalls viel kleiner geworden und die Schleimproduktion in Rachen und Nasenbereich ist stark zurück gegangen.

Generell fühle ich mich jetzt wesentlich wohler und leistungsfähiger. Das ist bereits Grund genug viele der Dinge aus dem Programm beizubehalten. Die Zeit wird zeigen, wie gut das klappt. Generell kann ich allerdings beobachten, dass sich meine Beschwerden wieder bemerkbar machen, sobald ich etwas nachlässiger mit meiner Ernährung werde.

Hier noch die Hardfacts

Körpergewicht: 100 kg auf 91 kg

Körperfett: 22 % auf 14 %

Muskelmasse: 74,4 kg auf 81, 6 kg

Taille-Größen-Verhältnis (TGV): 0,54 auf 0,5 

Körperwasseranteil: 54,6 % auf 60,5 %

Metabolischer Index (MBI): 6,5 auf 3,0

Stoffwechselalter: 36 auf 24 Jahre